Allergie

Immer mehr Menschen leiden an allergischen Beschwerden im Bereich der oberen Atemwege. Hierzu zählen u.a. Niesreiz, eine "verstopfte Nase", Juckreiz im Bereich des Gaumens oder auch Augentränen. Findet hier keine wirksame Therapie statt, kann sich daraus ein Asthma entwickeln.

Allgemein werden zwei Formen der Allergie unterschieden:

a) Allergien, die nur zeitweise (saisonal) Beschwerden     verursachen, z.B. Baumpollen oder Getreidepollen
b) Allergien, die ganzjährig (perinnal) vorkommen, z.B.     Hausstaubmilben oder Tierhaare

Ein einfacher Test zur Allergieabklärung ist der sog. Pricktest. Dabei wird eine Allergenlösung tropfenweise auf die Unterarme aufgebracht und per Lanzette in die Haut punktiert. Das Ergebnis ist nach 20-minütiger Wartezeit ablesbar. Zusätzlich finden noch Testverfahren Anwendung, wo das Allergen direkt in die Nase appliziert wird. Ergänzt werden können diese Untersuchungen auch durch eine Blutanalyse.

Liegt eine Allergie vor, so gibt es verschiedene Therapiemethoden, die sich v.a. nach der Stärke der Symptome des Patienten richten. Finden sich nur leichte und kurzfristige Beschwerden, so kann symptomatisch mit antiallergischen Tabletten und Nasensprays behandelt werden. Diese sind meist auch in Apotheken frei erhältlich.

Bei stärker belasteten Patienten empfiehlt sich eine Hyposensibilisierungstherapie. Diese erfolgt als Spritzbehandlung. Für Kinder stehen aber zunehmend diese Medikamente auch in Tropfenform zur Verfügung.

Parallel zu jeder Allergietherapie muss aber eine sog. Allergenkarenz erfolgen, d.h., der Patient muss das Allergen soweit wie möglich meiden. Hierzu einige Hinweise:  

Sinnvolle Karenzmaßnahmen bei Milbenallergie
:

- Nachweis einer signifikanten Milbenallergiebelastung
- Vorhandene Milben abtöten (z.B. für Textilien, Plüschtiere:
  Wäschetrockner > 60° C, Eisschrank < -20° C)
- Entfernen von Milbenallergien (intensives Staubsaugen)
- Kontakt mit Milbenallergen vermeiden (z.B. Encasings für   Bettbezüge, Matratzen, Kopfkissen)
- Ungünstige Lebensbedingungen für Milben schaffen
  (kühles trockenes Raumklima)

Sinnvolle Karenzmaßnahmen bei Pollenallergie:

- Allergenquellen nach Möglichkeit lokalisieren und meiden
- Schließen von Fenstern und Türen zur Zeit des größten   Pollenflugs
- Pollenfilter in Klimaanlagen (Auto, Innenräume etc.)   einbauen
- Bevorzugt feucht im Haushalt reinigen
- Sport oder andere körperliche Anstrengung im Freien zur   Zeit des höchsten Pollenflugs vermeiden




  - Urlaubsplanung: Der Patient sollte seinen Urlaub in   einer anderen Klimazone verbringen, wenn der Pollenflug   am Heimatort am stärksten ist.
- Einschleppen von Pollen ins Schlafzimmer vermeiden:
  Wechseln der Tageskleidung vor dem Schlafzimmer.   Aufbewahren dieser Kleidung außerhalb des   Schlafzimmers. Schlafzimmer tagsüber geschlossen   halten, duschen und Waschen der Haare vor dem
  Schlafengehen.

REISE-CHECKLISTE für Allergie-Patienten

Lassen Sie sich von Ihrer Allergie nicht den Urlaub verderben! Bereiten Sie Ihre Reise einfach anhand der folgenden Checkliste vor und haken Sie folgende Punkte ab:

- Informieren Sie sich über Pollenflug- und Wetter-
  vorhersage für Ihr Reiseziel (z.B. als bequemer SMS-
  Service für Ihr Handy unter www.allergie-info.de)

- Wenn Sie ein Hotelzimmer reservieren, fragen Sie
  nach einem Nichtraucher-Zimmer. Zigarettenrauch
  reizt die Atemwege und kann allergische Beschwerden
  verstärken.

- Reservieren Sie vor Ihrem Restaurant-Besuch einen
  Tisch im Nichtraucher-Bereich.

- Sorgen Sie dafür, dass Ihre Reise-Apotheke einen
  ausreichenden Vorrat Ihrer Allergie-Medikamente
  enthält.

- Packen Sie Kissen-Bezüge ("Encasings") gegen
  Hausstaubmilben ein. (Oder bringen Sie einfach
  Ihre eigenen Kissen mit)

- Halten Sie beim Autofahren die Fenster geschlossen.
  Stellen Sie die Klimaanlage auf Innenzirkulation.

- Schließen Sie im Hotelzimmer die Außenluftzufuhr
  der Klimaanalage.

- Entfernen Sie Federkissen aus Ihrem Hotelzimmer.
  Fragen Sie stattdessen nach synthetischen Kissen.

- Checken Sie die Pollenbelastung vor einem Ausflug
  im Freien. Falls sie sehr hoch ist, erwägen Sie evtl.
  einen Museumsbesuch o.ä., Aktivitäten in geschlos-
  senen Räumen und verlegen Sie den Ausflug auf
  den nächsten Tag.

- Reduzieren Sie Ihre Spaziergänge in bewaldeten
  Gebieten und Gärten.

- Duschen Sie täglich und waschen Sie Ihre Haare.
  Pollenkörner aus der Luft können sich auf Ihrer
  Kleidung, auf Ihrer Haut und in den Haaren sammeln.

- Nachdem Sie einen Tag überwiegend im Freien
  verbracht haben, wechseln Sie Ihre Kleidung im
  Badezimmer. Trennen Sie die Kleidung von Ihrer
  sauberen Garderobe. Packen Sie sie in einen
  Wäschesack bzw. lassen Sie die Kleidung reinigen,
  bevor Sie diese erneut tragen.

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